Heiße Phase im Titelrennen

Am vergangenen Wochenende erfolgten in der 1. Kegelbundesliga die jeweiligen Spiele mit dem Doppel-Mannschaftspartner. Dies ist bei uns Oldenburg. Am Samstag mussten wir erst einmal nach Oldenburg und am Sonntag folgte dann das Rückspiel bei uns auf den Heimbahnen.

In Oldenburg waren das in der Vergangenheit immer knappe und spannende Spiele. Auch diesmal wollten wir um alle 3 Punkte spielen, damit wir eventuell den Abstand zu Fehrbellin erhöhen.

In der 1. Kette starteten bei uns Kai Ludorf und Alexander Eggers gegen Marc Stender und Jan Haagen. Kai konnte mit dem besten Oldenburger Spieler gut mithalten und am Ende waren es nur zwei Holz, die zu Marc fehlten. Kai 909 gegenüber 911 Holz von Marc. Alexander kam nicht wirklich gut ins Spiel und musste lange warten bis er sich ein wenig von Jan absetzen konnte. Am Ende wurden es 902 zu 887 Holz von Jan.

In der Mittelkette sollte sich nun entscheiden, ob wir um alle 3 Punkte mitspielen. Leider war schon nach 30 Wurf klar, dass dies heute nicht sein wird. Sascha Brinks hatte am Ende 874 Holz gegenüber Lars Boller mit starken 898 Holz. Dieses Ergebnis spielte auch Arnim Barkholz auf Oldenburger Seite. Bei uns hatten Felix Grill / Rene Richter 873 Holz.

Nach beiden Durchgängen hatten wir nun ein deutlichen Rückstand von 36 Holz. Der Zusatzpunkt war nun das Minimalziel. Am Ende schaffte dies Jörn Kemming mit 911 Holz und sicherte den Zusatzpunkt für uns. Roger Dieckmann holte 896 Holz. Auf Oldenburger Seite spielten Jan Stender 910 Holz und Axel Manteufel 888 Holz.

„Oldenburg hat stark gespielt und mehr als einen Punkt war für uns nicht drin“, so der Kommentar von Jörn Kemming nach dem Spiel. Fehrbellin war Auswärts bei Michendorf / Seddin und verlor das Spiel glatt mit 3:0. Somit konnten wir den Abstand zu Fehrbellin auf 2 Punkte erhöhen. Das Rückspiel am Sonntag wird zeigen, ob wir dies auch halten können.

Am Sonntag nun das Rückspiel bei uns auf den Heimbahnen in Kiel. Wer ein souveränes Spiel der Kieler erwartete wurde enttäuscht.

In der 1. Kette starteten wir wie gewohnt mit Kai Ludorf und Roger Dieckmann. Bei Roger konnte man schon beim Einspielen erkennen, dass der Rücken wohl mehr Probleme bereiten wird als gedacht. Dies zeigte sich dann auch im Spiel gegen Nils Wieske. Zwar konnte Roger sich früh absetzen, aber gegenüber den zweiten Oldenburger Marc Stender leider nicht. Davon ließ sich nun auch Kai anstecken und spielte ungewöhnlich viele Fehlhölzer. Am Ende konnte sich Roger mit 885 Holz knapp vor Marc Stender mit 883 Holz behaupten, aber leider spielte auch Kai die 883 Holz. Dies machte nun für die Oldenburger die Tür auf zum Zusatzpunkt.

In der Mittelkette starteten bei Oldenburg Lars Boller und Arnim Barkholtz und bei Kiel Jan Künstler und Rene Richter. Jan erwischte einen Sahnetag und spielte 880 Holz. Rene spielte mit 883 Holz noch ein wenig mehr. Auf Oldenburger Seite kam Lars auf 870 Holz und Arnim blieb nur knapp hinter Jan mit 879 Holz. Leichtes Aufatmen bei Kiel.

In der Schlusskette sollte nun auch der Zusatzpunkt gesichert werden. Doch Jörn und Alexander auf Kieler Seite kamen auf den Bahnen an diesem Tag nicht so wie gewohnt zurecht. Da Jan Stender 884 Holz spielte war eigentlich der Punkt schon weg. Alexander schaffte es in den letzten beiden Würfen, sich doch noch mit 887 Holz vor Jan zu setzen und der Zusatzpunkt blieb äußerst knapp mit 47:31 bei den Kielern. Jörn kam auf 870 Holz und Jan Haagen auf 859 Holz.

Tiefes durchatmen war nach dem Spiel angesagt. War das knapp! Wir sind an diesem Spieltag mit einem blauen Auge davon gekommen. Fehrbellin hatte seinerseits die Hausaufgaben gemacht und klar mit 3:0 Punkten gewonnen. An diesem Spieltag gab es aber noch eine erhebliche Überraschung. Hannover hat sich im Rennen um die Deutsche Meisterschaft eingeschaltet, da diese das Auswärtsspiel gegen Bergedorf überraschend gewonnen haben. Aus einem Zweitkampf um die Meisterschaft ist nun ein Dreikampf geworden. Es bleibt spannend.

Alexander Eggers