Punkt verloren – Tabellenführung gehalten

Ohne Youngster Felix Grill (fehlte aus privaten Gründen) gingen die Männer der SG ETV Phönix Kiel in die ersten Heimspiele des neuen Jahres. Und weil die zweite Mannschaft mit einigen Personalsorgen zu kämpfen hatte, wurde zunächst auch auf den Einsatz von Jan Künstler verzichtet. Für den Fall, dass der „Zweiten“ für ihren Punktkampf am Sonntag zu wenig Spieler zur Verfügung stehen würden, sollte Jan in die Bresche springen und die Kollegen unterstützen.

Unseren Gegnern, den starken Hauptstadtklubs SG Union Oberschöneweide und Hertha BSC Berlin, war das natürlich egal – nur zu gerne würde man sich für die Heimpleiten in der Hinrunde revanchieren.

Wie gewohnt starteten die Routiniers Kai Ludorf und Roger Dieckmann in das Match gegen Union Oberschöneweide. Ihre Gegner waren die sehr erfahrenen Kegler Peter Kowal und André Franke. Kai erwischte einen Sahnetag und sollte mit seinen 915 Holz auch hoch bleiben. Sein Gegenspieler Peter fand zu Beginn nur schwer in die Partie und kam trotz zwischenzeitlicher Leistungssteigerung am Ende nicht über 879 Holz hinaus. Roger wiederum spielte seinen Stiefel unbeeindruckt herunter und erreichte sehr gute 905 Hölzer. André haderte gleich mit der komplizierten Bahn 5 und ließ auch in der Folge einige Hölzer liegen: Mit seinen 889 Holz konnte er Roger nicht halten und so stand nach der Startkette insgesamt eine Führung mit 52 Holz auf dem Spielberichtsbogen.

In der zweiten Tour hatten es dann René Richter und Sascha Brinks mit den Berlinern Andreas Hampe und Carsten Rente zu tun. René startete überzeugend, konnte sich aber nicht entscheidend von Andreas absetzten. Zwischenzeitlich ging Andreas sogar in Führung – bis René den Durchgang mit 885 Holz zu 875 Holz doch noch für sich entscheiden konnte. Sascha begann gut, geriet aber zwischenzeitlich ins Stocken, sodass am Ende lediglich 874 Holz auf dem Zettel standen. Carsten erwischte ebenso einen gebrauchten Tag und ließ mit seinen 865 Holz die Chance auf eine Verringerung des Berliner Rückstands ungenutzt.

Mit inzwischen 71 Holz Vorsprung war es nun die Aufgabe von Alexander Eggers und Jörn Kemming, die Führung in Punkte umzumünzen. Und auch der wichtige Zusatzpunkt musste noch in trockene Tücher gebracht werden. Alex spielte seine Bahnen souverän herunter und erreichte starke 902 Holz. Frank Luer setzte für die Berliner lediglich 855 Holz dagegen. Jörn und André boten sich ein packendes Duell auf Augenhöhe: Die Führung wechselte permanent und keiner der beiden konnte sich im Verlauf absetzen. Zum Schluss kamen beide mit 894 Holz von den Bahnen. Auch wenn es zwischenzeitig sehr spannend war, entschieden die Kieler das Spiel doch recht deutlich mit 3:0 Punkten und 5375 zu 5257 Holz für sich.

Der Sonntag begann gleich mit einer guten Nachricht: Die zweite Mannschaft startete in kompletter Besetzung und somit stand einem Einsatz von Jan Künstler gegen die Hertha nichts mehr im Weg.

Den Anfang machten wie gewohnt Kai Ludorf und Roger Dieckmann. Ihre Herthaner Gegenspieler waren Gerhard Omak und Patrick Schneider. Gleich zu Beginn der Partie merkte man, dass heute der der Wurm drin zu sein scheint. Kai und Roger kamen nicht so recht ins Spiel, konnten sich nicht wie gewohnt von den Gegenspielern absetzen und gerieten sogar phasenweise in Rückstand. Erst auf der letzten Bahn holten sie sich die Führung zurück und erkegelten sich beide jeweils gute 897 Holz. Gerhard und Patrick erreichten 882 und 884 Holz, zwei wichtige Ergebnisse, wie der weitere Verlauf zeigen sollte.

Mit einem knappen Vorsprung von 28 Holz schickten wir unsere Mittelachse auf die Bahn. Jan Künstler durfte für Sascha die Position neben René Richter einnehmen. Sein Gegner war der Ex-Fehrbelliner Nico Witter, der zum Saisonbeginn zur Hertha gewechselt war. René durfte sich mit Norbert Gattner, einem der erfahrensten Berliner, duellieren. Nach einigermaßen anständigem Start haderte Jan mit seinem Spiel auf Bahn 4. Nach 60 Würfen erfolgte dann der Wechsel und der eingetauschte Sascha durfte sich die zweite Hälfte des Durchgangs mit Nico auseinandersetzen. Sascha kam gleich gut rein und arbeitete sich immer weiter an seinen Gegner heran. Dieser kämpfte um jedes Holz und konnte sich am Ende knapp mit zwei Holz Vorsprung ins Ziel retten (880 Holz von Sascha gegen 882 von Nico). Auch René kam trotz einer starken Startbahn auf ein eher durchwachsenes Ergebnis von 874 Holz und musste damit seinen Berliner Kontrahenten an sich vorbeiziehen lassen (Norbert Gattner mit 878 Holz). Somit war klar, dass es jetzt ganz schwer werden würde, den Zusatzpunkt an der Förde zu behalten. Selbst das Spiel stand mit lediglich 22 Holz Vorsprung auf der Kippe.

In der letzten Tour sollten nun Alexander Eggers und Jörn Kemming die Kohlen aus dem Feuer holen. Mit dem Wissen, dass es gegen zwei der stärksten Herthaner auf die Bahnen ging, kein leichtes Unterfangen. Die Gegenspieler waren Timo Koch und Marc Süßmilch. Beide Kieler mussten die 884 Holz von Patrick Schneider knacken, um eine reale Chance auf den Zusatzpunkt zu haben. Alex und Jörn starteten hervorragend und konnten gleich einige Hölzer gut machen, die die Berliner auf der ersten Bahn liegen ließen. Alex spielte sein Partie sicher zu Ende und kam mit guten 898 Holz von der Bahn. Timo, der sich im Laufe des Durchgangs steigern konnte, sicherte allerdings den Zusatzpunkt für die Berliner mit ordentlichen 883 Holz. Jörns 880 Holz waren am Ende zu wenig, um den sich anbahnenden Punktverlust zu verhindern, auch wenn er sich gegen Marc (876 Holz) dank eines kleinen Endspurts durchsetzen konnte.

Jan Künstler nach dem Spiel: „Für unsere kommenden Heimspiele müssen wir einfach unsere Hausaufgaben besser machen! Es ist jetzt wichtig, die Saison möglichst ohne weiteren Punktverlust auf eigenen Bahnen beenden.“

In zwei Wochen (26. und 27.01.19) geht es dann gegen den KSK Oldenburg / Holstein um die nächsten wichtigen Punkte – Auswärts am Samstag und direkt das Rückspiel am Sonntag auf den Heimbahnen in Ellerbek.

Jan Künstler