Punktverlust gegen Fehrbellin zum Saisonauftakt

Acht gut gelaunte Fischköppe

Es ist Samstag der 15. September 2018, 13 Uhr und damit startet die neue Herren Bundesliga Saison 2018/19 der Bohlekegler. Meister SG ETV/Phönix Kiel empfängt den Vizemeister SV 90 Fehrbellin auf seiner Heimanlage am Ostring.

Die ersten Spiele, gerade auf den Heimbahnen, sind immer die schwersten. Man hat lange keine Wettkämpfe mehr bestritten, kann die Qualität seine Trainingsergebnisse nicht wirklich einschätzen… und dann gleich den Vizemeister vor der Brust.

Die Ellerbeker begannen mit der bewährten Startformation: Roger Dieckmann und Kai Ludorf. Auf Fehrbelliner Seite gingen Sebastian Krause (889 Holz) und Daniel Neumann (894) auf die Bahn. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, doch am Ende setzten sich Roger (911) und Kai (902) von ihren Gegnern ab und konnten einen Vorsprung von 30 Holz herausholen.

In der Mittelachse starteten Sascha Brinks gegen Dirk Sperling und Jörn Kemming gegen Jonathan Jaeger. Hier fanden die Fehrbelliner sehr gut ins Spiel und Sascha und Jörn hatten Mühe, da mitzuhalten. Erst am Ende des Durchgangs konnte zumindest Jörn (906) mit dem besten Fehrbelliner Sperling (ebenfalls 906) gleichziehen. Durch das zweite Topergebnis der SV 90er von Jaeger (903) und einer eher durchschnittlichen Leistung von Sascha (889) geriet der Zusatzpunkt in greifbare Nähe für die Fehrbelliner.

Jetzt ging das Rechnen und Bangen um den Zusatzpunkt los. Die Brandenburger schickten Benjamin Münchow und Alexander Wolski auf die Bahnen. Auf Kieler Seite Alexander Eggers und René Richter, denen trotz kämpferischer Einstellung eine schwere Aufgabe bevorstand. Die Fehrbelliner ließen die Tür bis zum Schluss offen – doch Alexander (899) und René (877), der zu keiner Zeit seine gewohnte Routine zeigte, erreichten nicht die erforderlichen Ergebnisse. Damit war es passiert: Fehrbellin konnte nach 8 Jahren mal wieder einen Punkt aus Kiel entführen.Am Sonntag kam dann der Aufsteiger SpG Michendorf/Seddin auf die Anlage. Noch etwas angeschlagen vom Vortag, aber mit der Erfahrung aus 12 Bundesliga-Jahren, ging es in die nächste Partie.

Die zum Vortag unveränderte Kieler Startachse mit Roger (885) und Kai (899) ging das Spiel eher verhalten an, doch der Gast aus Brandenburg mit Christian Rosga (866) und Norman Lorenz (843) konnte den Kielern zu keiner Zeit gefährlich werden.

Die umgebaute Mittelachse mit René (890) und Debütant Felix Grill (868) hatte mit den Gegenspielern Ralf-Ingo Buchholz (856) und Marko Friedrich (854) kein Problem und schraubte den Vorsprung auf 123 Holz.

Die Kieler Schlussspieler konnten befreit aufspielen: das Spiel war im Prinzip schon gewonnen und es ging lediglich noch um die maximale Ausbeute bei den Einzelwertungspunkte (EWP). Alexander (903) und Sascha (889) erhöhten gegen Raphael Kukla (867) und Torsten Wagner (845) den Vorsprung auf 203 Holz und bei den EWPs sammelten die Kieler mit 57 Punkten alles ein, was es zu holen gab.

Großer Wermutstropfen bei den Kielern ist nicht der Punktverlust gegen Fehrbellin, sondern die Verletztenliste. Denn mit Jan Künstler und Jörn Kemming sind gleich zwei Routiniers angeschlagen, die die Mannschaft für die kommenden Aufgaben dringend braucht. In zwei Wochen (29. und 30.9.) stehen die ersten Auswärtsspiele auf dem Programm (Stavenhagen und Stralsund) und am 13. und 14.10. die nächsten Heimspiele.

Jörn Kemming