Weiße Weste unbefleckt – Meisterschaftsentscheidung fällt am letzten Wochenende

Die letzten Heimspiele dieser Saison mussten gegen Schwerin und Seedorf gespielt werden. Am Samstag erwarteten wir die Truppe aus Mecklenburg-Vorpommern zum Duell. Die Schweriner sind in dieser Saison gesichert und können weder in Abstiegssorgen geraten, noch in den Kampf um die Medaillen eingreifen.
Für uns ging es darum, die Heimspiele 3:0 zu gewinnen, um mit den besten Karten in das letzte Punktspielwochenende zu gehen. Sicher war, dass wir ohne Alexander an den Start gehen mussten, da dieser an diesem Wochenende leider verhindert war. Ergo hatten die anderen sechs zu zeigen, dass wir auch ohne Alexander die Heimspiele gewinnen können.

Wir begannen wie immer mit Roger und Kai. Beide zogen gleich zu Beginn ihren Gegnern davon und spielten souveräne Ergebnisse, wobei Kai nach starken 60 Wurf ein paar Gänge zurück schaltete und am Ende mit für ihn mageren 882 Holz über die Ziellinie stolperte. Roger brachte 908 Holz ins Ziel und wir führten deutlich, da die Schweriner nur 867 Holz als Bestergebnis zu verzeichnen hatten.

Im Mitteldrittel wusste Jörn mit 899 Holz zu überzeugen, während Jan auf sehr starke Gegenwehr von Steffen stieß. Am Ende musste sich Jan mit 880 Holz gegen 893 Holz von Steffen geschlagen geben. Damit war die Chance für Schwerin gegeben, noch einmal in den Kampf um den Punkt einzugreifen.

Dazu musste das Schweriner Schlussdrittel aber starke Ergebnisse spielen. René und Sascha hatten die Aufgabe, dagegenzuhalten. Aber bereits nach der ersten Bahn war klar, dass der Sieg mit 3:0 Punkten nach Kiel gehen würde. Zu schwer taten sich die Gäste mit den anspruchsvollen Bahnen. Blieb noch die Frage, ob es unseren Cracks gelingen würde die 893 Holz von Steffen zu toppen. Nein, es sollte an diesem Tag nicht gelingen. Mit 887 Holz von René und 880 Holz von Sascha konnten wir aber einen ungefährdeten 3:0-Sieg einfahren.

Der Gegner am Sonntag, SVL Seedorf von 1919, machte schon am Samstag durch einen Punktgewinn in Oldenburg deutlich, dass er sich nicht kampflos ergeben wollte. Doch die Bahnen im ETV-Heim sind durch die Witterung sehr anspruchsvoll geworden und verzeihen im Winter Fehler deutlich weniger.

Das mussten auch unsere Anstarter Roger und Kai erkennen. Norbert und Matthias auf Seiten der Gäste ließen nicht locker und es wurde 90 Wurf lang ein ganz enges Match. Da das Spiel aber nicht 90 Wurf, sondern 120 Wurf dauert und beide Gäste die Schlussbahnen eher mäßig spielten, führten wir nach dem ersten Drittel mit 20 Holz. Wobei beide Gäste mit 880 und 883 jeweils 10 Holz verloren aber durchaus achtbare Ergebnisse ablieferten.

Im Mitteldrittel mit Jan und Jörn trafen wir nur auf geringe Gegenwehr. Jetzt galt es die Gästeergebnisse aus dem ersten Drittel zu überbieten. Jan war von Anfang an gut auf Kurs und konnte mit 886 das Ziel erreichen. Jörn hatte mit einem klasse Entspurt auch schon zumindest die 41 erreicht, musste sich durch eine 5 im letzten Wurf aber beiden Ergebnissen geschlagen geben.

Im letzten Drittel, welches wieder René und Sascha für uns bestritten, galt es, den Gegner in Schach zu halten und mindestens die 880 zu überbieten. Sowohl Sascha als auch René konnten diese Vorgabe erfüllen. Sascha toppte sogar die 883 von Metzi, während René an dieser Vorgabe holzgleich scheiterte. Während Max nicht entscheidend in die Punktevergabe eingreifen konnte, spielte Frank seitens der Gäste mit 881 ein weiteres gutes Ergebnis.

Am Ende konnten die Kieler mit 53:25 in der Einzelwertung alle drei Spielpunkte erkegeln und gehen nun mit zwei Punkten Vorsprung in den Show-Down am letzten Wochenende.

In 14 Tagen in Berlin erwarten uns Hertha BSC und Union Berlin. Während es für die Hertha um nichts mehr geht, muss Union das Spiel gewinnen, um sich die Bronzemedaille zu sichern.

Parallel spielt Fehrbellin in Schwerin und Seedorf und hofft auf eigene Punkte und bärenstarke Berliner, um uns am letzten Wochenende vom Platz an der Sonne zu verdrängen. Für Spannung im Fernduell Fehrbellin/Kiel ist also gesorgt.

René Richter