Derby Wochenende für die SG ETV/Phönix Kiel

Am Samstag hieß der Gegner KSK Oldenburg. In den vergangenen Jahren war der Samstag fest für Heimspiele der Ostholsteiner gegen die Kieler gebucht – nun also einmal anders herum.

Wie gewohnt die Ellerbeker Startformation mit Roger Dieckmann (914 Holz) und Kai Ludorf (905) gegen Nils Wieske und Jan Haagen. Jan (891) hielt einige Zeit mit und erspielte sich ein respektables Ergebnis. Sein Mannschaftskollege Nils konnte sich nicht auf die Ellerbeker Bahn einstellen und blieb mit 856 Holz weit hinter den anderen Ergebnissen.

Der Vorsprung von 72 Holz war schon mehr als deutlich. Die Mittelachse mit Sascha Brinks (888) und Jan Künstler (891) konnte den Vorsprung zwar nur leicht ausbauen, aber entscheidende Punkte für die Zusatzwertung sammeln.

In der Schlusstour folgten jetzt noch Jörn Kemming, der sich heute mehr abmühte als sonst, und Alexander Eggers der gut ins Spiel fand. Jörn haderte immer mehr und ging nach 75 Wurf von der Bahn, um für die letzten 45 Wurf René Richter das Zepter in die Hand zu geben. Dieser Wechsel brachte für das Ergebnis leider nicht mehr viel. Umso besser das Resultat von Alex, der mit 909 Holz das zweitbeste Ergebnis des Tages ablieferte.
Die beiden Oldenburger konnten uns am Ende nicht mehr in Bedrängnis bringen und somit wurde das Spiel 3:0 gewonnen.

Sonntag ging die Reise nach Oldenburg in Holstein zum Rückspiel. In den letzten beiden Partien in Oldenburg konnten wir jeweils 3 Punkte entführen, doch diese Spiele waren alles andere als Selbstgänger. Wir begannen mit Kai Ludorf und René Richter und dem Ziel, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen. Diese Taktik ging leider nicht auf, da die Oldenburger Anstarter Jan und Marc Stender gewohnt sicher spielten, so dass Kai und René zu keiner Zeit den Stender-Brüdern gefährlich werden konnten. Im Gegenteil, man hatte eher den Eindruck sie wurden dadurch beflügelt. Am Ende des ersten Drittels lagen wir bereits mit 46 Holz zurück.

Nun musste unsere Mittelachse etwas tun, aber das gelang nur teilweise. Sascha Brinks konnte mit Armin Barkholz einige Zeit mithalten, bis dieser einen Endspurt einlegte und Sascha enteilte. Jan Künstler startete noch recht passabel, konnte aber auf seiner zweiten Bahn nicht die nötige Länge in die Würfe bringen und wurde nach 53 Wurf ausgewechselt. Neuer Mann auf der Platte war Jörn Kemming, der in den verbleibenden 67 Wurf den Abstand zum mittlerweile auch eingewechselten Nils Wieske verringern sollte. Jetzt betrug der Vorsprung der Ostholsteiner bereits 59 Holz.

Das Schlussdrittel sollte jetzt zumindest noch den Zusatzpunkt einfahren und mit Alexander Eggers und Roger Dieckmann hatten wir dafür auch noch zwei sehr gute Spieler im Rennen. Alex und Roger machten auch gleich Attacke und konnte sich bereits nach der ersten Bahn etwas absetzten. Der Vorsprung schmolz Stück für Stück dahin und die Oldenburger wurden schon etwas nervös. Am Ende gingen wir mit einem Rückstand von 11 Holz über die Ziellinie, aber der sehr wichtige Zusatzpunkt konnte am Ende eingefahren werden.

Bekanntlich ist die nächste Aufgabe immer die schwerste und in diesem Fall heißt der nächste Gegner Fehrbellin. Die Fehrbelliner kommen als Tabellenführer am 10. Februar nach Kiel, hier könnte dann ein wichtiger Meilenstein für die Meisterschaft fallen. Im direkten Vergleich haben wir jetzt 3 Punkte mehr als die Brandenburger, aber in der aktuelle Tabelle führen die Fehrbelliner mit 2 Punkten. Es wird spannend.

Jörn Kemming