Souveräne Pflicht und sehr glückliche Kür

Nachdem Stade im ersten Heimspiel der Saison bereits drei Punkte gegen unseren stärksten Konkurrenten aus Fehrbellin gelassen hatte, waren wir quasi zum Siegen verpflichtet. Doch was würde uns jetzt in Stade erwarten?

Es waren frisch überholte und faire Bahnen, die den heimischen Keglern mehr Probleme bereiteten, als uns. Im ersten Drittel, welches wir mit Kai und Alexander begannen, konnten wir nur leicht in Führung gehen, da Dag auf Seiten der Gastgeber für eine neue Saisonbestleistung sorgte.
Die Entscheidung fiel dann im Mitteldrittel, welches Sascha und Roger für uns bestritten. Beide trafen auf nur noch sehr geringe Gegenwehr der Stader und konnten die Weichen auf Sieg stellen. Auch der Zusatzpunkt war uns bereits nach der Mittelachse nicht mehr zu nehmen.
Im Schlussdrittel mit Jörn und René konnten auch die wieder etwas besseren Gegner nicht mithalten und so wurde das Auswärtsspiel eher zu einem Heimspiel. Einer hervorragenden Mannschaftsleistung setzte René mit dem neuen Bahnrekord in Stade am Ende noch das i-Tüpfelchen auf.Am Sonntag sollten wir unser Können in Hannover unter Beweis stellen. Hier bot sich uns die Chance, sich im direkten Vergleich mit Fehrbellin einen kleinen Vorsprung zu ergattern, da die Fehrbelliner in Hannover mit leeren Händen nach Hause geschickt wurden.
Wir begannen das Spiel mit Jan und Kai und schnell wurde klar, dass die Trauben hier sehr hoch hängen würden. Tobi und Robert konnten sich klar gegen die direkten Gegenspieler durchsetzen, aber Kai konnte mit seinen +69 das erste Kieler Ausrufezeichen setzen.
Im Mitteldrittel mussten sich Alexander und Jörn gegen Michael und Kai zur Wehr setzen. Während sich Alex deutlich gegen Michael behaupten und mit ebenfalls +69 ein zweites Ausrufezeichen setzen konnte, musste sich Jörn lange strecken, um erst in den letzten beiden Würfen am Ergebnis von Tobi aus der Startachse vorbei zu kommen. Gegen Kai auf Hannoveraner Seite war Jörn aber chancenlos. Kai wiederum scheiterte an der Vorgabe seines Namensvetters und dem Ergebnis von Alex nur knapp.
So konnten die geneigten Experten den Kieler Punktgewinn in Hannover bereits nach dem Mitteldrittel errechnen. Brauchten René und Roger im Schlussdrittel doch nur noch ….. aber es kam anders.
René trotte(l)te ganz gemächlich vor sich hin und konnte trotz mäßiger Leistung in der ersten Spielhälfte noch Tuchfühlung zu Christian halten. Roger hingegen begann gewohnt stark, lag nur knapp gegen Sven zurück und schien den Kieler Punkt sicher nach Hause zu fahren.

Nach dem Bahnwechsel zur Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ganz anderes Bild. Jetzt trotte(l)te Roger nur noch vor sich hin und René bot eine zunehmend bessere Leistung, aber beide sollten an der eigentlich machbaren Vorgabe scheitern. Plötzlich konnte Hannover den bereits verlorenen Punkt doch noch gewinnen.
Sven spulte sein Programm souverän ab und erspielte mit 913 die erforderlichen 11 Punkte in der Einzelwertung.
Jetzt lag es an Christian, den auch aus seiner Sicht etwas verschlafenen Start noch zu retten. Bis 10 Wurf vor Schluss sah es so aus, als ob wir trotz starker Leistungen von Kai, Alex und Jörn ohne Punkte dem Heimweg antreten mussten. Was dann folgte war ein Krimi mit Happy-End auf Kieler Seite. Christian verlor den Faden, spielte zwei 5er und scheiterte mit einer Sieben im letzten Wurf holzgleich an der Vorgabe von Jörn.
So bekamen wir den eigentlich sicheren, dann klar verlorenen Punkt am Ende doch noch mit ins Ellerbeker Reisegepäck. Der Dienstplan der Kegelgötter sollte am ersten Advent einen Kieler zum Dienst stellen, sonst hätten wir dieses Spiel eigentlich verlieren müssen.

Nach der Weihnachtspause folgt das direkte Rückspiel gegen Hannover und Stade. Wenn wir im Titelrennen weiter mitspielen möchten, dann können wir uns ein Gastgeschenk in Form eines Punktes nicht erlauben. Die Spannung in der Liga bleibt also erhalten.

René Richter