Berlin ist eine Reise wert – Bundesligaherren holen wichtige Punkte

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Die SG ETV/Phönix Kiel durfte dieses Wochenende zu zwei Auswärtsspielen in Berlin antreten. Am Samstag gastierte der deutsche Meister beim deutschen Vizemeister, Union Oberschöneweide, Sonntag stand die Begegnung bei der Berliner Hertha auf dem Plan. Nachdem wir im letzten Jahr beide Spiele verloren hatten und ohne Punkte die Heimreise nach Kiel antreten mussten, hieß die Devise: „Besser als letztes Jahr.“

Soweit die Theorie, in der Praxis setzte es am Samstag gegen die sehr ausgeglichene Truppe von Union Berlin eine deutliche Schlappe. Lediglich Kai konnte mit den Ergebnissen der Berliner mithalten. Alle anderen hatten das Nachsehen – auch wenn es immer nur ein paar Pins waren, muss man neidlos anerkennen, dass wir verdient verloren haben.

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Um unser Ziel “besser als letztes Jahr” umzusetzen, blieb jetzt nur noch das Spiel bei der Hertha. Doch zunächst bekamen wir einen Dämpfer. Der lange verletzte Gerhard Omak war wieder fit und spielte wieder mit. Schön für Gerhard, aber in der letzten Saison haben wir schon ohne ihn Haue bekommen… somit schlechte Vorzeichen für uns.

Wir begannen mit René und Kai und was dann passierte, haben wir selbst nicht zu hoffen gewagt. Beide fanden sehr schnell ins Spiel und konnten gegen die starke Berliner Anfangsachse von Beginn an Druck aufbauen. Die Berliner Versuche, den Anschluss wieder herzustellen, wurden alle im Keim erstickt und die Kieler Fans machten das Spiel zu einem Heimspiel. Am Ende des ersten Drittels führten wir mit 49 Holz!

Jetzt galt es für Sascha und Alexander, den Vorsprung zu verteidigen. Auch im Mitteldrittel gab es für die Gastgeber nicht viel zu holen. Mit einem Schlussspurt gelang Alex der Sprung an die Spitze und auch Sascha konnte sich gegen seinen Gegenspieler behaupten – wir führten mit unglaublichen 66 Holz vor dem letzten Drittel.

Und wir waren noch nicht fertig. Roger und Jörn durften den Sack zumachen. Und wie: einsam zog Roger seine Kreise und setzte den nächsten Höhepunkt eines denkwürdigen Spiels. Seine 958 Holz bedeuteten am Ende einen neuen Bahnrekord! Die Hertha musste eine Heimniederlage mit 99(!) Holz hinnehmen.

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Wow – damit haben wir selbst nicht gerechnet. In diesem Jahr war Berlin definitiv eine Reise wert.
Jetzt gilt es, die gute Position mit den gewonnen Auswärtspunkten in den nächsten Heimspielen in vierzehn Tagen zu verteidigen. Immerhin gastiert dann kein geringerer als der Deutsche Rekordmeister “Rivalen Hannover” im ETV-Heim.

René Richter